Kiefergelenkstörungen und der Einfluss auf den gesamten Körper
- medibene

- 26. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Kiefergelenkstörungen: Wenn das Kausystem den ganzen Körper beeinflusst
Landsberg, Mai 4 2026
Unser Kausystem ist weit mehr als nur ein Werkzeug zur Nahrungsaufnahme. Als hochkomplexes Schaltzentrum steht es in ständiger Wechselwirkung mit unserer Nackenmuskulatur, der Körperstatik und dem Nervensystem. Störungen des Kiefergelenks – oft unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammengefasst – können daher Symptome hervorrufen, die weit über den Mundraum hinausreichen. Dabei gilt es, eine präzise Differenzierung vorzunehmen: Liegen mechanische Ursachen vor, etwa durch Zahnfehlstellungen oder traumatische Einflüsse, oder spielen psychische Faktoren wie chronischer Stress, der sich in unbewusstem nächtlichem Knirschen (Bruxismus) manifestiert, die Hauptrolle? Häufig finden wir eine Kombination aus beidem, bei der das Nervensystem als Schutzreaktion Fehlmuster im Kausystem etabliert, die langfristig den gesamten Organismus belasten.
Der Behandlungsablauf bei MEDIBENE: Interdisziplinär zum Erfolg
Bei MEDIBENE verfolgen wir einen ganzheitlichen, ärztlich osteopathischen Ansatz, um diese komplexen Dysbalancen aufzulösen. Unser standardisiertes Vorgehen umfasst in der Regel zwei bis drei aufeinander abgestimmte Behandlungen im Abstand von zwei Wochen.
1. Osteopathische Vorbereitung (1-2 Sitzungen): Ziel ist es, muskuläre Spannungen zu lösen und eine "Defaszilitierung" des Kiefergelenks sowie der angrenzenden Strukturen (wie Kopf, Nacken, Zwerchfell, Beckenboden und untere Extremität) zu erreichen.
2. Balancepunkt-Einstellung: Im Rahmen der zweiten oder dritten Behandlung setzen wir ein spezifisches Verfahren ein, um die Ganzkörperstatik und das Kiefergelenk in eine optimale Einstellung zu bringen.
3. Digitale Bissabnahme beim Zahnarzt: Diese erreichte optimale Funktionsstellung ermöglicht es dem weiterbehandelnden Zahnarzt, einen digitalen Biss in osteopathisch vorbereiteter Kiefergelenksposition abzunehmen.
4. Interdisziplinäre Feinjustierung: Die darauf basierende Aufbissschiene wird in mehreren Sitzungen beim spezialisierten Zahnarzt individuell eingeschliffen. Nach Abschluss erfolgt erneut eine ärztlich osteopathische Überprüfung. Hierbei kontrollieren wir, wie sich die Schiene auf die Ganzkörperstatik, Spannungen am Kopf und auf die Nackenmuskulatur sowie das Gangbild auswirkt.
Durch diesen interdisziplinären Prozess erreichen wir nicht nur eine Entlastung des Kiefergelenks, sondern adressieren die Spannungen des gesamten Körpers. Dieser interdisziplinäre Therapieansatz kann bei Patienten mit chronischen Beschwerden – wie Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Gesichtsschmerzen oder Sehstörungen – eine nachhaltige Verbesserung des Kausystems und der gesamten Körperstatik bewirken.



